Gemeinschaft bilden

Der 4. Grundvollzug der Kirche: Gemeinschaft

Die kirchlichen Grundvollzüge sind  (1) Zeugnis, (2) Liturgie, (3) Diakonie und (4) Gemeinschaft. Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil wird diese vierte Grunddimension der Kirche beschrieben, die Gemeinschaft (communio/koinonia) in der die christliche Gemeinde ebenfalls ihren Ausdruck findet.

Die Communio-Theologie befasst sich mit diesem Grundvollzug des christlichen Glaubens. Die katholische Kirche hat sich auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil das erste Mal in einer Gesamtschau zu ihrem Kirchenverständnis geäußert und dabei verschiedene Aspekte betont. Traditionell sind die Sakramente und das kirchliche Amt ihr besonders wichtig. Diese Prämissen werden nun in die Bezeichnung der Kirche als Grund-Sakrament aufgenommen, eine Sicht, die die Kirche als Werkzeug und Zeichen des Heils bestimmt. Darin hat die Communio-Theologie ihren besonderen Platz. Sie betrachtet das Sein der Kirche als Gemeinschaft zwischen Gott und den Menschen und zwischen den einzelnen Menschen und Menschengruppen. Wichtig ist darin v. a. das „Einheitsamt des Petrus“ – das Papstamt. Das Gleichgewicht zwischen der Gemeinschaft der Bischöfe einerseits und der Zentralstellung des Papstes andererseits muss theologisch erst noch gefunden werden. Quellen des Kirchenverständnisses der katholischen Kirche sind die Heilige Schrift und die eigene Tradition.

Auch Papst Johannes Paul II. verfasste 1992 ein Schreiben mit dem Titel Communionis notio, welches durch die Kongregation für die Glaubenslehre an die Bischöfe der Katholischen Kirche gesandt wurde. Darin behandelt er einige Aspekte der Kirche als „Communio“.

„Der Begriff Communio – Gemeinschaft – (koinonía), bringt den tiefen Kern des Geheimnisses der Kirche sehr gut zum Ausdruck und vermag zweifelsohne eine Schlüsselrolle im Bemühen um eine erneuerte katholische Ekklesiologie zu spielen.“ | Dokument |
Mit anderen Worten: Die Kirche ist das Geheimnis der Gemeinschaft, sie ist Gesamtkirche die sich aus Teilkirchen zusammensetzt. Die Gemeinschaft wurzelt in Eucharistie und Episkopat. Diese Struktur erlaubt Einheit und Verschiedenheit innerhalb der kirchlichen Gemeinschaft und ist auch offen für Menschen, die der Kirche wohlwollend gegenüberstehen, aber nicht Mitglieder derselben sind. Mehr hier…

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Es ist uns in unserer Pfarre eine großes Anliegen, alles zu tun, was die Gemeinschaft fördert, alle zu fördern, die einen Beitrag zu mehr Gemeinschaftserfahrung machen.

Wir danken an MitarbeiterInnen der Arbeitskreise, Gruppen, Vereine, etc für ihren sehr wertvollen Beitrag.