Ehe & Hochzeit

Herzlichen Glückwunsch!

  • Alles Gute zu Ihrem Entschluss, kirchlich zu heiraten! Im Folgenden schildern wir die wichtigsten Schritte, die für die Planung einer kirchlichen Hochzeit anstehen.

Voraussetzungen

  • Eine kirchliche Heirat ist möglich, wenn mindestens Braut oder Bräutigam der katholischen Kirche angehört, keiner der beiden in einer kirchlich gültigen Ehe lebt und auch sonst kein kirchliches Ehehindernis besteht. Gehören Braut oder Bräutigam einer anderen christlichen Gemeinschaft an, so kann an der Eheschließung ein Geistlicher dieser Konfession mitwirken.
  • Zum Zeitpunkt der kirchlichen Eheschließung muss die standesamtliche Hochzeit normalerweise bereits stattgefunden haben. In Ausnahmefällen ist auch eine rein kirchliche Eheschließung (selbst ohne nachfolgende standesamtliche Eheschließung) möglich; diese bedarf jedoch der Erlaubnis des Ordinariates.
  • Auch eine Ehe zwischen einem Katholiken und einem Nicht-Christen ist möglich; für sie ist ebenfalls die Erlaubnis bzw. Dispens des Ordinariates erforderlich.

Vorbereitungen

  • Kirche und Traupriester. – Wenn Sie kirchlich heiraten möchten, dann wählen Sie sich bitte zuerst eine Kirche und auch einen Traupriester aus. Kontaktieren Sie diesen Priester, ob er Ihre Trauung übernehmen kann, und klären Sie ab, ob die von Ihnen gewünschte Kirche für den vorgesehenen Termin frei ist.
  • Anmeldung im Pfarramt. – Melden Sie Ihre Trauung im Pfarramt an. Für die Anmeldung der Hochzeit ist die Pfarre zuständig, in der der Hauptwohnsitz der Braut oder des Bräutigams liegt. Hier können Sie frei auswählen, ob Sie zu Ihrem Wohnpfarramt oder zum Wohnpfarramt Ihrer Braut/Ihres Bräutigams gehen möchten.
  • Traugespräch. – Nach der Anmeldung der Trauung folgt das „Traugespräch“ – das ist ein vertrauliches Gespräch mit beiden Brautleuten, bei dem Ihr Traupriester oder Ihr Wohnortpfarrer mit Ihnen und Ihrer Braut/Ihrem Bräutigam über das Verständnis der katholischen Ehe und verschiedene eherelevante Fragen spricht; dabei wird das „Trauungsprotokoll“ ausgefüllt, das anschließend von ihm und von beiden Brautleuten unterschrieben wird.
  • Trauung „auswärts“. – Falls Sie „auswärts“ heiraten, wird das ausgefüllte und unterschiebene Trauungsprotokoll mit allen Unterlagen sowie etwaigen Dispensen und Erlaubnissen an die Traupfarre weitergeleitet, wo dann die Trauung zum vereinbarten Zeitpunkt stattfindet.
  • Ehevorbereitungskurs. – Das Sakrament der Ehe kommt dadurch zustande, dass die Eheleute vor der Kirche (vertreten durch einen Priester oder Diakon) zueinander und zum katholischen Eheverständnis „Ja“ sagen. Dieses „Ja“ und der Vollzug der Ehe bewirken die sakramentale Verbindung. Aus katholischer Sicht ist die Ehe eine freiwillige, lebenslange und ausschließliche Bindung zwischen einem Mann und einer Frau, die für die Weitergabe des Lebens (d.h. Kinder) offen ist. Damit eine sakramentale Ehe wirklich zustande kommen kann, müssen die Brautleute daher klar verstehen, wozu sie „Ja“ sagen, und auch ganz hinter ihrem „Ja“ stehen. Deshalb gilt in unserer Diözese die Regelung, dass vor jeder kirchlichen Trauung – wenn irgend möglich – ein Eheseminar besucht werden muss; Angebote dazu finden Sie beispielsweise auf der Webseite des Ehe- und Familienzentrums unserer Diözese.“
  • Früh genug anmelden. – In bestimmten Fällen (z.B. bei Religionsverschiedenheit oder mehreren Vorehen – bitte nicht missverstehen; siehe unten) muss die Erlaubnis des bischöflichen Ordinariates zur Trauung eingeholt werden. Daher bitten wir Sie, Ihre Trauung frühzeitig (mind. 1 Monat vor dem geplanten Hochzeitstermin) anzumelden.

Dokumente

Für die Anmeldung der Trauung nehmen Sie bitte zuerst Kontakt mit unserem Pfarrbüro auf.
Für die Trauungsanmeldung benötigen wir folgende Unterlagen:

  • Amtlicher Ausweis, Geburtsurkunde und Meldezettel von beiden Brautleuten
  • Bestätigung des Besuches eines Eheseminars
  • Anmeldung der standesamtlichen Eheschließung bzw. (wenn Sie bereits standesamtlich verheiratet sind) standesamtliche Heiratsurkunde
  • Taufschein der Brautleute bzw. des Getauften von beiden (nur erforderlich, wenn die Taufe nicht in der Diözese Feldkirch stattgefunden hat)
  • Kirchlicher Ledigenschein, wenn Sie nicht in unserer Diözese getauft wurden

Falls Kinder vorhanden sind:

  • Geburtsurkunde und Meldezettel sowie (sofern nicht in Vorarlberg getauft) einen Taufnachweis

Falls es Vorehen* gab:

  • Standesamtliche und kirchliche Heiratsurkunde (sofern nur eine standesamtliche Heirat vorlag, nur die standesamtliche Heiratsurkunde)
  • Geburtsurkunde des vorherigen Ehepartners (sofern beibringbar)
  • Sterbeurkunde des vorherigen Partners bzw. Ehenichtigkeitsdekret bzw. (sofern bislang nur eine standesamtliche Ehe geschlossen wurde) Scheidungsurkunde

(* Erklärung zur „Vorehe“: Jede gültige Ehe ist unauflöslich; jedoch kommt für Katholiken eine sakramentale Ehe nur dann zustande, wenn auch die von der Kirche dafür vorgeschriebene Form eingehalten wird; eine rein standesamtliche Heirat ist daher nicht automatisch eine absolut unauflösliche kirchliche Ehe.
Da eine kirchliche Ehe das freiwillige Ja zum kirchlichen Eheverständnis erfordert, kann es sein, dass selbst eine in der Kirche geschlossene Ehe aus verschiedenen Gründen (z.B. mangelnde Freiwilligkeit, Unfähigkeit zum Vollzug der Ehe, Irrtum bzw. Täuschung oder Ausschluss einer der Ehezwecke, aber auch durch Formfehler) damals gar nicht zustande gekommen ist. Dies wird auf Antrag vom Diözesangericht geprüft und kann dann in eine Nichtigkeitserklärung dieser Ehe münden. Das ist dann keine „katholische Scheidung“ oder „Annulierung“, sondern einfach die Feststellung, dass in diesem konkreten Fall damals gar keine katholische Ehe zustande gekommen ist.
Und selbstverständlich kann auch dann eine Vorehe vorliegen, wenn Braut oder Bräutigam verwitwet sind.
Diese beiden Fälle sind hier unter „Vorehen“ gemeint.)

Für die Trauzeugen benötigen wir folgende Angaben (mündl. Angaben genügen):

  • Name, Geburtsdatum, Beruf, Adresse, Religionsbekenntnis (die Trauzeugen müssen nicht katholisch sein, aber es wird sehr empfohlen, dass sie katholisch sind)

Formulare zum Herunterladen

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