Taufe

Kinder sind ein Segen des Himmels

Wir nehmen sie mit dem heiligen Sakrament der Taufe in unsere Gemeinschaft auf.

Wir freuen uns, wenn Sie Ihr Kind zur Taufe in die Kirche bringen und damit zeigen: Wir als Eltern möchten zusammen mit den Taufpaten, dass unser Kind im christlichen Glauben aufwachsen kann und erzogen wird.

Jesus selbst gibt seinen Freunden den Auftrag: „Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes…“ (Mt 28,19)


Kindertaufe

Wenn ein Kind bis zum vollendeten 14. Lebensjahr getauft werden soll, spricht man von „Kindertaufe“; für die Taufe von Jugendlichen ab 15 Jahren und Erwachsenen beachten Sie bitten den Punkt „Erwachsenentaufe“.


Ich möchte mein Kind taufen lassen. Was ist zu tun?

Voraussetzungen

  • Wichtigste Voraussetzung einer Säuglings- bzw. Kindertaufe ist der feste Wille der Eltern oder wenigstens der Paten, das Kind in Wort und Tat im katholischen Glauben zu erziehen.
  • Bemühen Sie sich mindestens einen Monat vor der Taufe um die Taufanmeldung.
  • Die Taufe wird immer in Ihrer Wohnpfarre angemeldet. Falls die Taufe „auswärts“ stattfinden soll, erteilt der Ortspfarrer dann die Tauferlaubnis, und die Taufunterlagen werden an die jeweilige Taufpfarre weitergeleitet.
  • Die Erziehungsberechtigten des Kindes müssen der Taufe zustimmen.
  • Wenn die Eltern selber nicht röm.-kath. sind, muss wenigstens ein Pate vorhanden sein, damit die Taufe gespendet werden darf.

Taufanmeldung

  • Rufen Sie zuerst im Pfarrbüro an, um wegen der Taufanmeldung einen Termin auszumachen.
  • Machen Sie die Taufanmeldung im Pfarrbüro:
    Erforderliche Dokumente:
    – Meldebestättigung des Kindes (ZMR=Zentralmelderegister, beim Gemeindeamt des Wohnortes zu holen)
    – Kopie der Geburtsurkunde des Täuflings und der Eltern.
    – Kopie der Heiratsurkunde (Zivil- und kirchl. Ehe) der Eltern (wenn verheiratet)
    – Als Nichtösterreicher/in: aktuelle Taufscheine der Eltern, d.h. der jeweilige Taufschein darf nicht älter als 3 Monate sein; sie erhalten Ihren Taufschein vom Pfarramt jenes Ortes, an dem Sie damals getauft wurden.
  • Im Pfarrbüro zu den Bürostunden die Datenaufnahme gemeinsam machen oder das fertig ausgefüllte Taufanmeldeformular mitbringen.
  • Wenn ein Elternteil aus der Kirche ausgetreten ist (ohne religiöses Bekenntnis) oder nie katholisch war, ist dessen Zustimmung zur Taufe erforderlich: deshalb wird beim Taufgespräch mit dem Herrn Pfarrer die Einverständniserklärung (Formular: „Zustimmungserklärung“) zur Taufe unterschrieben.
  • Zum Herunterladen:
    Taufanmeldeformular
    Zustimmungserklärung

Taufgespräch und Tauftermin

  • Nehmen Sie Kontakt auf mit Ihrem Pfarrer wegen dem Tauftermin und wegen dem Taufgespräch.
  • Die große Bedeutung des Taufsakramentes macht es erforderlich, dass die Eltern und Paten des Täuflings vor der Taufe an einem Taufgespräch teilnehmen. Bei diesem Gespräch geht es um den religiösen Inhalt des Taufsakramentes, um die daraus resultierenden Konsequenzen für die Eltern und Paten als Christen und um die Besprechung des Gottesdienstablaufes. Wir laden Sie als Eltern des Täuflings und die Taufpaten herzlich zu diesem Gespräch ein und freuen uns auf Ihr Kommen.
  • In der Regel findet das Taufgespräch nach Absprache mit dem Taufspender statt.

Taufe

  • Es folgt der Tag der  Taufe.
  • Nach der Taufe unterschreiben die Paten und der Priester auf der Taufanmeldung.

Taufurkunde

  • Eine Woche nach der Taufe kann im Pfarrbüro der Taufschein abgeholt werden.

Patenamt für Taufe oder Firmung

Taufpaten versprechen bei der Taufe, gemeinsam mit den Eltern für die christliche Erziehung ihrer Patenkinder mitzusorgen. Deshalb muss ein Pate/eine Patin:

  • Das 16. Lebensjahr vollendet haben.
  • römisch-katholisch sein.
  • Die Paten müssen die Sakramente der Taufe, der Eucharistie (Erstkommunion) und der Firmung empfangen haben.
  • Glaubenszeugnis: von den Paten wird erwartet, dass sie ein Leben führen, das dem Glauben und dem zu übernehmenden Dienst entspricht.
  • Mutter oder Vater des Taufbewerbers können nicht Taufpaten sein.
  • Nach can. 874 § 2 CIC darf ein Getaufter, der einer nichtkatholischen kirchlichen Gemeinschaft angehört, als Taufzeuge zugelassen werden, aber nur zusammen mit einem katholischen Paten.
  • Eine Person, die aus der Kirche ausgetreten ist, kann das Patenamt nicht übernehmen und auch nicht Taufzeuge sein.
  • Grundsätzlich wird eine Patin oder ein Pate benötigt, im Normalfall sind es bei uns zwei.
  • Wenn der Pate nicht in Österreich getauft wurde, benötigen wir einen aktuellen Taufschein für ihn, der nicht älter als 3 Monate sein darf.
  • Bei der Taufanmeldung bitte Wohnanschrift, Geburtsdatum und Beruf der Paten angeben.
  • Zum Herunterladen vonseiten der Diözese: Tauf- und Firmpatenamt

Erwachsenentaufe

Natürlich ist es auch möglich, als Erwachsener die Taufe zu empfangen. Wenn Erwachsene getauft werden, empfangen sie in der gleichen Feier neben der Taufe auch die Eucharistie und die Firmung. Dafür ist die persönliche Entscheidung, als Christ / Christin leben zu wollen, grundlegend. Für den Empfang der Sakramente ist eine gute Vorbereitung Voraussetzung. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Ihrem Pfarrer.


Oft gestellte Fragen

„Wir möchten unser Kind auswärts taufen lassen.“

Egal, wo die Taufe stattfinden wird – die Taufanmeldung findet immer in der Pfarre statt, in der Sie wohnen („Wohnortpfarre“); die erforderlichen Unterlagen sind dieselben wie bei einer Taufe vor Ort. Das Pfarrbüro Ihres Wohnortes leitet den Taufakt, der dann zugleich auch die Tauferlaubnis umfasst, an die Taufpfarre weiter. Wichtig ist jedoch, dass Sie im Vorfeld abklären, ob die Taufe an Ihrem Wunsch-Ort stattfinden kann; kontaktieren Sie dazu bitte vor der Taufanmeldung den dortigen Pfarrer bzw. das dortige Pfarrbüro.

„Wir würden unser Kind gerne von einem auswärtigen Priester/Diakon in unserer Wohnortpfarre taufen lassen.“

Das ist durchaus möglich: In der röm.-kath. Kirche dürfen Bischöfe, Priester und Diakone taufen (bei Lebensgefahr darf sogar jeder Mensch taufen, wenn er die Absicht hat, das zu tun, was die Kirche bei der Taufe tut). Wenn Sie sich eine bestimmte Person als Taufspender wünschen, hängt das zunächst davon ab, ob diese Person Zeit hat und dazu bereit ist, und dann muss auch der Pfarrer des gewünschten Taufortes seine Erlaubnis dazu geben. Die Taufanmeldung erfolgt ganz normal im Pfarrbüro Ihres Wohnortes.

„Wir sind beide selber nicht bei der Kirche, aber wir wollen unser Kind trotzdem taufen lassen. Geht das?“

Wenn beide Elternteile ausgetreten sind oder nie Mitglieder der Kirche waren, kann das Kind mit der Erlaubnis des bischöflichen Ordinariates dennoch getauft werden, sofern wenigstens ein Pate vorhanden ist. In diesem Fall müssen die Eltern ihre schriftliche Zustimmung zur Taufe erklären und versprechen, sich um die religiöse Erziehung Ihres Kindes zu bemühen oder dieser wenigstens nichts in den Weg zu legen (eigenes Formular: „Zustimmungserklärung zur Taufe“); zusätzlich ist ein gut begründetes Ansuchen Ihres Wohnortpfarrers an die Diözesanleitung erforderlich. Da dies einige Zeit in Anspruch nehmen kann, ist eine frühzeitige Taufanmeldung und die frühzeitige Kontaktaufnahme mit Ihrem Wohnortpfarrer besonders wichtig.

„Wir haben keinen Paten, weil wir niemanden haben, dem wir unser Kind anvertrauen möchten, wenn uns einmal etwas zustoßen sollte.“

Das ist ein leider recht verbreitetes Missverständnis: Man meint, dass die Paten automatisch Adoptiveltern werden, falls die leiblichen Eltern einmal sterben. Das Patenamt hat jedoch mit einer eventuellen späteren Vormundschaft für das betreffende Kind nichts zu tun. Es bewirkt zwar eine geistliche Verwandtschaft, weil der Pate mit seinem eigenen Glauben bei der Taufe für das Kind spricht (weshalb er röm.-kath. sein muss und auch nicht ausgetreten sein darf), aber staatlicherseits schafft das Patenamt keine Verwandtschaft.

„Wir möchten einen evangelischen Christen als Paten nehmen. Geht das?“

Nein. Da der Pate bei der Taufe stellvertretend für das Kind „Ja“ zum katholischen Glauben sagt, kann ein evangelischer Christ das nicht tun –  sonst wäre er ja nicht evangelisch, sondern katholisch, und leider unterscheidet sich der Glaube der evangelischen Gemeinschaften in zahlreichen Punkten vom katholischen Glauben. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass ein evangelischer Christ als sogenannter „Taufzeuge“ an der Taufe teilnimmt und als solcher ins Taufbuch eingetragen wird. Dies ist jedoch nur gemeinsam mit einem röm.-kath. Paten möglich.

„Wir möchten einen orthodoxen Christen als Paten nehmen. Geht das?“

Da der Glaube der orthodoxen Gemeinschaften dem röm.-kath. Glauben sehr ähnlich ist, darf ein orthodoxer Christ – allerdings nur zusammen mit einem röm.-kath. Paten – das Patenamt übernehmen. Er wird dann wir ein röm.-kath. Pate ins Taufbuch eingetragen.

„Wir hätten einen Paten, der aber noch nicht 16 Jahre alt ist. Kann man da gar nichts tun, dass er dennoch Pate sein darf?“

Nach can. 874 2° kann der Pfarrer oder der Spender der Taufe aus einem gerechten Grund ausnahmsweise auch Personen zum Patenamt zulassen, die noch nicht 16 Jahre alt sind. Wenn jemandem nur wenige Wochen bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres fehlen, kann eine solche Ausnahme möglich sein, aber bitte bedenken Sie, dass der Pate im Glauben gefestigt und erprobt sein muss, wenn er für Ihr Kind ein Vorbild im Glauben sein soll; ist das bei der von Ihnen vorgesehenen Person möglich? Bitte bedenken Sie zweierlei: Einerseits soll der Pate Ihrem Kind auch ggf. eine Ansprechperson und Hilfe sein können; das setzt ein gewisses Alter voraus. Und andererseits soll auch der Pate selber durch das Patenamt nicht überfordert sein.

„Wir hätten einen Paten, aber der ist selber noch nicht gefirmt.“

Wenn keine Möglichkeit eines anderen Paten gegeben ist, kann unter der Voraussetzung, dass die jeweilige Person bereit ist, sich bei der nächsten Erwachsenenfirmung oder einer anderen Gelegenheit firmen zu lassen, um eine Zulassung dieser Person zum Paten beim Ordinariat angesucht werden. Bitte kontaktieren Sie dazu möglichst frühzeitig Ihren Pfarrer oder das Pfarrbüro Ihres Wohnortes.

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